Verlust und Trauer

Jeder von uns hat ab einem bestimmten Alter schon einmal jemanden  verloren, um den er trauert. Beides gehört zum Lauf des Lebens. Wir dürfen diesen Schmerz spüren. Die Trauer ist sogar ein wichtiger Prozess, sie soll durchlebt und nicht verleugnet werden. Aber manchmal nimmt sie überhand, sie übermannt uns und legt uns für eine Zeit lahm. Das kann und darf sich eine Weile so anfühlen, soll uns aber nicht dauerhaft handlungsunfähig machen. 

Wir dürfen den Verlust Stück für Stück in unser Leben integrieren. 
Jeder in seinem Tempo.

Hast du das Gefühl, dass du in deiner Trauer steckengeblieben bist?
Dann lass dir doch von jemandem helfen.

Zwei besonderen Themen der Trauer von ganz vielen möchte ich ansprechen

TRAUER UM MEIN KIND

Fern bei den Sternen und gleichzeitig immer ganz nah“

 Jeder Mensch der einmal auf der Erde war, ganz egal wie lange er in unserem Leben war, hat seinen Platz  in unserem Herzen und den soll er auch für immer behalten.. 

Hast du das Gefühl, du wärst aus der Welt gefallen? Es verbindet dich nichts mehr mit der Welt, wie sie einmal war?

Diese und ähnliche Empfindungen können es sein, die du nicht abstellen kannst und auch nicht möchtest. Jede Erinnerung schmerzt.
Sie ist da, diese Leere, die nicht gefüllt werden kann. Es fühlt sich an, als hätte man dir ein Stück aus dem Herzen gerissen.

Für DICH als Mama oder Papa , die ein Kind verloren haben oder gerade eben erfahren haben, dass sie ihr Kind verlieren werden, ist absolut nichts mehr, wie es war.
Es ist momentan unvorstellbar, wie der unüberschaubare, schwere Weg bewältigt werden kann, der nun vor euch liegt.

Es gibt viele verschiedene Lebenssituationen, in denen wir unsere geliebten Kinder verlieren können.
* Ein Schwangerschaftsabbruch,
* ein Abgang
* eine Fehlgeburt
* eine Totgeburt
*ein Baby stirbt kurz nach der Geburt oder gar erst nach einigen Monaten oder Jahren.

Egal was geschehen ist, der Schmerz über den Verlust ist groß und kann auch lange Zeit später noch immer enorm sein.

Trauer können wir nur empfinden, wo eine liebe Seele nicht mehr in unserem Leben ist. Sie bricht von einer Sekunde zur anderen auf uns herein. Der Schmerz ist so heftig , es tut einfach unglaublich weh. Auch dann, wenn die Zeit mit dem Baby im Bauch vielleicht nur ganz kurz war. Wir können das manchmal selbst kaum verstehen und noch weniger Verständnis hat unsere Umwelt dafür.
So fühlen wir uns nicht selten ganz ALLEINE damit.
Oft, weil es niemanden gibt, mit dem wir diese überwältigende Trauer teilen können.

Hinzu kommt, dass auch Eltern unterschiedlich mit dem Verlust ihres Kindes umgehen. Männer trauern anders als Frauen, auch eine Frau trauert niemals genauso wie die andere. Und auch sonst gibt es keinen exakten Fahrplan für den Umgang in dieser schweren Zeit.

War die Schwangerschaft geplant, haben wir Mütter und Väter uns teils lange auf unsere neuen Rollen vorbereitet, haben einen Lebensplan und sind voller Vorfreude. Das alles ist mit einem Schlag wie weggewischt. Das braucht Verarbeitung, eine gute Begleitung, um all den Emotionen und Gefühlen, die uns auch überrollen, den notwendigen Raum zu geben.

Vielleicht war die Schwangerschaft nicht geplant und die Entscheidung ist auf einen Schwangerschaftsabbruch hinausgelaufen.  Weil das zu dieser Zeit die einzige richtige Möglichkeit für Mutter, Vater und Baby war. Dennoch kann es sein, dass auch nach Jahren das Thema wieder präsent wird, als wäre es ganz frisch.

Möglicherweise konntest du dein  Kind sogar austragen, in den Händen halten und einige Zeit gemeinsam mit ihm verbringen. Und dann, auf einmal, hat es sich von dir verabschiedet. Du wurdest nicht gefragt, ob dir das so passt. Du musstest es so hinnehmen.
Es bleiben Unverständnis, Wut, Selbstvorwürfe,  Vorwürfe an andere und die unsagbare Trauer. Trotz all dieser Gedanken und Gefühle, dein Kind bekommst du nicht wieder zurück.

Wir hängen fest, machen uns Vorwürfe, die Gedanken „ was wäre wenn…?“ drehen sich in unserem Kopf.

Dies alles braucht nicht unbearbeitet zu bleiben. Auch nach Jahren lohnt es sich, mit dem Schmerz, den der Verlust verursacht hat, zu arbeiten und Frieden zu schließen.
 
Jede junge oder alte Seele, die gegangen ist, möchte, dass wir sie in guter, wohlwollender Erinnerung behalten. Jedes Kind, egal wie lange es hier war, hat uns etwas mitgegeben. 

Das lohnt es sich aufzuspüren und zu würdigen.

Wenn wir die Erde eines Tages verlassen, und keiner von uns weiß je, wann das sein wird, möchten wir auch, dass wir Spuren hinterlassen haben. Und seien sie noch so klein. Und wir wünschen uns auch, dass unsere nächsten Menschen in Liebe, Freude und Dankbarkeit an uns denken.

Dafür benötigt es ein selbst bestimmten Weg des Annehmens dieses unwiderruflichen Verlustes. Dieser Weg ist nicht fest vorgezeichnet, er ist ganz individuell in seinen Schritten, Phasen und auch in der Dauer. 
Du als Betroffene/r ganz allein bestimmst diesen Weg.

Hierbei möchte ich gerne für dich die Stütze sein, der Rückhalt den du brauchst. Gemeinsam halten wir deine Trauer aus.

Ganz wird deineTrauer nicht gehen, aber das soll sie auch nicht. Denn nur wo Liebe war, gibt es auch Trauer. Aber sie soll weniger präsent sein, sie möge in dein Leben auf gesunde Weise integriert werden.

So darf es uns Eltern, den Geschwister-Kindern, unserer  ganzen Familie auch irgendwann wieder gut gehen. Diese Erlaubnis darfst du dir geben. . Du darfst dich und dein Leben lieben, achten und schätzen, obwohl du durch diesen schlimmen Verlust hindurch gehen musstest


Sehr gerne höre ich dir zu, wenn Du mir von deiner individuellen Geschichte über den Verlust deines Kindes erzählst.

Du spürst, was du brauchst. Gemeinsam erkunden wir den für dich besten Weg zur Integration deiner Trauer, zum Annehmen,  zu mehr Frieden, Liebe und Dankbarkeit, dass diese kleine Seele in deinem Leben war und es auch immer sein wird.
 
Was können wir außerdem tun?
      * Dem Kind seinen Platz in der Familie schaffen
      * Erinnerungen gestalten , die gute Gefühle erzeugen
      *Rituale finden, um die Erinnerung für alle bewusst 
        wach zu halten.
 
JEDE Frau, die einmal schwanger war, ist eine MAMA
 
Sehr gerne begleite ich Dich auf deinem ganz individuellen Weg der Trauer Verarbeitung.
 
von ganzem Herzen, Claudia 

Für einen Augenblick  blieb die Erde stehen
und ein sanfter Sonnenstrahl  tastete sich behutsam durch die Wolken. Er war klein und leuchtete sehr hell in das Leben derer, die ihn trafen.
Wir ahnten nicht, daß er keine Chance
 bekommen würde, noch heller zu werden.

 Kleiner Sonnenstrahl, wir können es nicht begreifen,

 daß Du nicht mehr bei uns bist,  und vermutlich werden wir es  nie verstehen.

Wir haben tausend Fragen, auf die es keine Antwort gibt.

Eines aber möchten wir Dir sagen:

 Danke, daß Du bei uns warst.

 Es war ein wunderschöner Augenblick, und Dein Licht wird immer in uns  weiterleuchten.  

TRAUER UM MEIN TIER

 UNSERE TIERE

Sie begleiten uns. Durch dick und dünn. Freuen sich mit uns, spielen mit uns. Wir kümmern uns um sie. Sie sind immer mitten unter uns. Wir teilen unser Zuhause mit ihnen.  Sie sind unsere Gefährten, unsere Freunde, unsere Trostspender.

Ein Leben lang.....


Dann ist es schön,  wenn wir uns Hilfe holen können, diesen Abschied erträglicher zu machen oder ihn sogar so verändern können, dass wir jetzt hauptsächlich an die schönen Momente und gemeinsamen Erlebnisse denken. Unser lieber Gefährte soll auf keinen Fall vergessen werden, es werden nur unsere Gedanken  und Gefühle ins Positive gewandelt.

Ein Denkanstoß: 

Wenn du in ein anderes Land umziehst, weit weg von deinen Lieben, möchtest du dann, dass alle  immer weinen und traurig sind, wenn sie an dich denken? Oder gefällt es  dir besser, wenn sich deine Freunde, die zurück geblieben sind, hauptsächlich an die schönen Momente mit dir erinnern? 

Wie, glaubst du, möchte dein Tier in Erinnerung bleiben?

Ich bin gerne für dich da,
Claudia

Trauer endet nie

Aber sie wandelt sich, Sie ist ein Übergang. 
Nicht ein Ort, an dem man bleibt.
Trauer ist nicht ein Zeichen von Schwäche und auch kein Mangel an Glaube. 

                                                        Sie ist der Preis der Liebe.                                           

 Du kamst, du gingst mit leiser Spur,
Ein flüchtger Gast im Erdenland;
Woher?
Wohin?
Wir wissen nur:
  Aus Gottes Hand in Gottes Hand.
Sprachlos war unsere Liebe und hinter Schleiern verborgen.
Doch jetzt ruft sie
 laut aus nach dir und steht  dir unverblümt gegenüber.
So war es schon immer, dass die Liebe ihre eigene Tiefe nicht kennt –
bis zur Stunde
des Abschieds.
                                                                                       (Khalil Gibran)